“Opium” Riddim Review May 17, 2008
Germaica beschreitet neue Wege des Vertriebs und setzt mit dem am 30.05. erscheinenden Opium Riddim ganz auf die digitale Verbreitung. “Opium” wird ausschließlich auf MP3 erscheinen und führt so den Trend konsequent fort.
Mehr als ein vertriebstechnischer Meilenstein ist der “Opium” Riddim dann aber leider nicht. “Opium” überzeugt in erster Linie durch seine clubtaugliche, aktuellen HipHop aufgreifende, Produktion, wobei der melodietragende Synthesizer spätestens ab dem 4 Lied anfängt ein wenig zu nerven.
Ill Inspecta bleibt in seinen Gefilden des deutschen “Badmans” und macht seine Sache gut. In der Strophe erinnert er doch tatsächlich kurze Zeit an Busy Signal.
Cobra steuert einen Tune mit einer unerträglichen Hookline bei und erklärt uns, dass das “Rudybwoy ting” eben kein Spiel ist. Selbst für Cobra Fans vermutlich starker Tobak.
Natasja, die vor knapp einem Jahr verstorbene dänische Reggaehoffnung, singt über Vampire, die das Musikgeschäft aussaugen (ihr Songtitel lautet “Sucky, Sucky”) und beweist, dass ihr Mix aus Rap und DeeJaying wirklich funktionierte. Sie passt zusammen mit Bounty Killer am besten auf diesen Riddim.
Lexie Lee gibt einen schönen Tune ab, der sich wie Natasjas Song angenehm vom Badman- gepose der Jungs abhebt und dabei gleich mal die Männerwelt in die Schranken weißt.
Ronny Trettmann stilisiert sich in “Die Stimme” zum Sprachrohr “der von ganz ünten” und erklärt kurzerhand, das er das Zepter im deutschen Reggae schwingt. Leider verschwimmt der Song in der Belanglosigkeit.
Den unangefochtenen Hit der Selection liefert Bounty Killer mit “Bad man a roll” ab. Wie schon zu Zeiten von “My Xperience” überzeugt der Warlord auf diesem, vom aktuellen HipHop geprägten, Riddim. Der Text reiht sich in die Geschichten rund ums wahre Badman Dasein ein. Bounty Killer versteht es allerdings am besten den Riddim zu packen und sein Ding darauf zu machen.
Mehr Infos findet ihr auf http://www.germaica.net
Track List:
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